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10.05.2017 | https://www.nwzonline.de/ammerland/politik/alte-plaene-fuer-neue-bauvorhaben-oeffnen_a_31,2,4121245644.html
Ortsentwicklung
Alte Pläne für neue Bauvorhaben öffnen
Die Bebauungspläne für den Ortskern sind zum Teil nicht mehr zeitgemäß, sagen CDU und Grüne. Sie beantragen eine Prüfung und wollen wissen, wo sich die Bebauung verdichten lässt.
Rastede Die weitere Ortsentwicklung in Rastede ist nach wie vor ein kontrovers diskutiertes Thema. Pläne für ein neues Wohngebiet mit 100 Bauplätzen im Göhlen kommen längst nicht bei allen Bürgern gut an, aber auch kleinere Bauvorhaben stoßen auf Kritik. So protestierten zuletzt Anwohner der Eichendorffstraße dagegen, dass auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses ein Mehrfamilienhaus errichtet wird. Eine verdichtete Bebauung im Ortskern ist seit Jahren ein großer Wunsch der Grünen. Zusammen mit dem neuen Partner CDU wird jetzt gefordert, sämtliche Bebauungspläne im Innenbereich des Hauptortes Rastede zu überprüfen. Und zwar dahingehend, inwieweit eine Verdichtung verträglich ist und welche weiteren Gestaltungsmöglichkeiten es gibt. Gleichzeitig fordern CDU und Grüne in dem gemeinsamen Antrag an den Bürgermeister, dass der Flächennutzungsplan für die gesamte Gemeinde überarbeitet werden sollte. „Um das im Baugesetzbuch definierte Ziel ,Innen- vor Außenentwicklung‘ umzusetzen, bedarf es einer qualifizierten Auseinandersetzung mit den anwendbaren Instrumenten und Steuerungsmöglichkeiten, um von vornherein Fehlentwicklungen verhindern zu können“, schreiben Susanne Lamers (CDU) und Gerd Langhorst (Grüne) in der Begründung ihres Antrags. Gerade die aktuellen Planungen und Veränderungen an der Mühlenstraße und der Eichendorffstraße würden zeigen, dass die Bebauungspläne teilweise nicht mehr zeitgemäß sind und dringend Handlungsbedarf gegeben ist. Auf Grundlage der bestehenden Bebauungspläne hätten Rat und Verwaltung zurzeit keine oder kaum Möglichkeiten, eine nicht gewollte Entwicklung zu verhindern. An der Eichendorffstraße wäre beispielsweise ein deutlich größeres Bauvorhaben möglich gewesen als letztendlich von den Investoren umgesetzt werden soll. Zurzeit ruht das Verfahren allerdings, nachdem der Verwaltungsausschuss zusätzlichen Beratungsbedarf festgestellt hatte. CDU und Grüne regen an, dass in einem ersten Schritt die entsprechenden Bebauungspläne gegebenenfalls von einem Planungsbüro analysiert werden sollten, um dann in den politischen Gremien Empfehlungen und Vorschläge für künftige Festsetzungen beraten zu können. Ziel sollte es sein, räumlich definierte, zentrale Quartiere für eine Verdichtung ebenso zu bestimmen, wie Bereiche, in denen eine für Rastede historische Struktur auf alle Fälle erhalten bleiben sollte. Der Antrag von CDU und Grünen wird vom Bürgermeister zunächst nichtöffentlich im Verwaltungsausschuss vorgestellt. Erfahrungsgemäß wird er dann an den zuständigen Bauausschuss zur Beratung weitergegeben.
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